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Gesetzliche Krankenversicherung

Wir beantworten Ihre Fragen zum Thema Gesetzliche Krankenversicherung!

Wer muss und wer kann sich in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern? Welche Unterschiede gibt es zwischen gesetzlichen Krankenkassen? Worauf sollte man achten? Wie kann man die Krankenkasse wechseln? Wir liefern Antworten auf diese und weitere Fragen zum Thema gesetzliche Krankenversicherung!

Vers-Finanz – Wir beraten Sie unabhängig und kompetent!

Gesetzliche Kranken-Versicherung (GKV)

Die Gesetzliche Krankenversicherung funktioniert nach dem Solidaritäts-Prinzip.

Das bedeutet, dass der Leistungsumfang weitestgehend gesetzlich festgelegt ist (im SGB V) und die Beiträge einkommensabhängig erhoben werden. Darüber hinaus gibt es auch Beitragsfreiheit (z. B. bei Krankengeld und Erziehungsgeld), so wie die Möglichkeit der kostenfreien Familienversicherung (für Kinder bzw. nichtberufstätige Ehepartner). Ein wesentlicher Gedanke des Solidaritäts-Prinzips ist auch, dass sich das Gesundheitssystem durch die Umlage der eingenommenen Beiträge trägt.

Leistungen werden in der Gesetzlichen Krankenversicherung nach dem Sachleistungs-Prinzip erstattet.

Der Versicherte zahlt einen einkommsabhängigen Beitrag an die Krankenversicherung und der Heilbehandler rechnet dann direkt mit der Krankenversicherung ab. Dabei werden bzw. sind vorher bereits bestimmte Sachleistungen festgelegt, die maximal abgerechnet werden können.

Wer kann sich in der GKV versichern?

 

Schön, dass Sie sich die Zeit nehmen und sich etwas ausführlicher um Ihre Gesundheit bzw. Ihre Krankenversicherung kümmern wollen. Wir haben Ihnen einige Ausgangsituationen zusammengestellt. So können Sie gucken, ob eine der Situationen auf Sie passt und sich bereits ein paar Informationen verschaffen.

Im Bereich Interaktive Kassensuche auf können Sie selber kostenlos und unverbindlich einen Vergleich zwischen Gesetzlichen Krankenkassen erstellen. In dem Vergleichsrechner sind eine Vielzahl der deutschen Gesetzlichen Krankenkassen hinterlegt. Sie können dabei entweder nach Preis oder nach Leistungen sortieren. Probieren Sie es doch einfach mal aus und lassen Sie sich von den Ergebnissen überraschen.

Aber bitte bedenken Sie, dass der Vergleichsrechner eine Beratung NICHT ersetzen kann.

Ausgangssituation

Wie ist Ihre derzeitige Ausgangssituation? Sie sind…

…bereits in der GKV und überlegen in eine günstigere Krankenkasse zu wechseln.
…bereits in der GKV und überlegen in eine leistungsstärkere Krankenkasse zu wechseln.
…derzeit nicht krankenversichert, werden aber demnächst angestellt bzw. beginnen eine Ausbildung.
…derzeit selbständig und in der PKV versichert.
…derzeit selbständig und nicht krankenversichert.

…bereits in der GKV und überlegen in eine günstigere Krankenkasse zu wechseln.

Wenn Sie Beiträge sparen wollen, bedenken Sie, dass der (allgemeine) Beitragssatz von 14,6 % zur Hälfte von Ihrem Arbeitgeber und von Ihnen getragen wird (vorausgesetzt, dass Sie angestellt sind) und von Ihrem Bruttoeinkommen berechnet wird. Der Zusatzbeitrag wiederum wird nur von Ihnen getragen.

Beispiel...

  • Sie verfügen über ein Bruttoeinkommen von 3.000,00 €
  • vom allg. Beitragssatz von 14,6% müssen Sie die Hälfte (7,3%) übernehmen
  • Ihre Krankenkasse erhebt einen Zusatzbeitrag in Höhe von 1,6%

Ihr mtl. GKV-Beitrag = 3.000,00 € x (7,3 + 1,6)% = 3.000,00 € x 8,9 % = 267,00 €

…bereits in der GKV und überlegen in eine leistungsstärkere Krankenkasse zu wechseln.

 

Wenn Sie in Ihrer aktuellen Krankenkasse Leistungen vermissen, dann kann ein Vergleich der Krankenkassen durchaus Sinn machen. Aber bedenken Sie, dass der Großteil der Leistungen gesetzlich geregelt ist. Ca. 90 bis 95 % der Leistungen in der GKV durch das Sozialgesetzbuch (V) vorgegeben. Doch gerade im Bereich der zusätzlichen Leistungen unterscheiden sich die Krankenkassen dann deutlich. Lassen Sie sich bei einem entsprechenden Vergleich Zeit. Wir stehen ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Beispiel...

Viele Krankenkassen bieten zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen noch weitere Leistungen, wie Wahltarife (z. B. Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit), Bonusprogramme (z. B. Belohungen bei regelm. Gesundheits-Check-Ups), ambulante Naturheilverfahren (z. B. Homöopathie), Zahnreinigung oder Individuelle Gesundheitsförderung (z. B. Rückenschulung).

…derzeit nicht krankenversichert, werden aber demnächst angestellt bzw. beginnen eine Ausbildung.

Herzlichen Glückwunsch zur neuen Arbeitsstelle!

Damit diese auch gut starten kann bieten wir Ihnen hier die Möglichkeit sich eine Krankenkasse zu suchen, die zu Ihnen passt. Rechts im Bereich Interaktive Kassensuche können Sie problemlos einen Vergleich zwischen den Krankenkassen erstellen. Wir empfehlen Ihnen dabei, dass Sie sich eine Krankenkasse aussuchen, die von den Leistungen zu Ihnen passt. Wenn Sie also besonders sportlich sind, bereits Vorerkrankungen haben, gesundheitsbewusst leben oder Wert auf bestimmte Leistungen legen, dann macht es auch Sinn eine Krankenkasse zu wählen, die diese Leistungen bietet bzw. Sie entsprechend unterstützt.

Sie können dann auch direkt Ihre neue Krankenkasse beantragen und die Anmeldung Ihrem neuen Arbeitgeber vorlegen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

…derzeit selbständig und in der PKV versichert.

Für Sie ist eine direkte Rückkehr in die GKV leider nicht möglich. Wenn Sie selbständig sind und dies auch weiterhin sein wollen und derzeit in der PKV krankenversichert sind, dann müssen Sie in der PKV bleiben.

Eine Rückkehr in die GKV ist nur möglich, wenn man wieder eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufnimmt und man somit automatisch wieder in der GKV pflichtversichert wird. Eine spätere Rückkehr in die Selbständigkeit ist dann auch jederzeit wieder möglich.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

…derzeit selbständig und nicht krankenversichert.

Durch die Einführung der Krankenversicherungspflicht vom 01.01.2009 ist jeder verpflichtet sich krankenzuversichern.

Wenn Sie derzeit keine Krankenversicherung haben, obwohl Sie dazu verpflichtet gewesen wären, dann können Sie sich nur bei Ihrer letzten bestehenden Krankenversicherung erneut versichern. Diese ist verpflichtet Sie wieder aufzunehmen.

Wenn es sich um eine Gesetzliche Krankenversicherung handelt, dann ist dies etwas leichter möglich. Hier werden dann von Ihnen anteilig die nichtgeleisteten Beiträge verlangt. Nähere Infos dazu finden Sie unter unseren FAQs.

Wenn Sie zuletzt bei einer Privaten Krankenversicherung versichert waren, dann muss diese Sie zwar auch wieder annehemn. Allerdings nicht in dem ursprünglichen Tarif. Die Private Krankenversicherung wird Ihnen dann, aller Voraussicht nach, den Basitarif anbieten, über den jede PKV verfügen muss. In den Basistarifen sind in der Regel nur die Leistungen enthalten, die eine Krankenversicherung minimal anbieten muss, während sich der Beitrag am Höchstbeitrag der Gesetzlichen Krankenversicherung orientiert. Auch hierzu finden Sie weitere Infos in unseren FAQs.

Grundsätzlich wird es für Sie sehr schwer und teuer sich wieder krankenzuversichern.

Rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter.

FAQs

…und weitere Informationen zur Gesetzlichen Krankenversicherung.

Wie hoch ist die Strafe, wenn ich nicht krankenversichert bin?
Welche Kündigungsfrist habe ich in der GKV?
Wo bzw. wie sind meine Kinder krankenversichert?
Wie viel kostet die GKV für Studenten?

Wie hoch ist die Strafe, wenn ich nicht krankenversichert bin?

Zwar gibt es keine eigentliche Strafe, wenn man nicht krankenversichert ist, aber man muss die nicht gezahlten Beiträge zuzüglich von Säumnisbeträgen nachzahlen.

War man zuletzt bei einer Gesetzlichen Krankenversicherung, so werden dort in der Regel die tatsächlichen Einkommen als Berechnungsgrundlage herangezogen. War man bei einer Privaten Krankenversicherung, so werden für den Basistarif meist der Höchstsatz der Gesetzlichen Krankenversicherung herangezogen.

Im schlimmsten Fall kann dies bedeuten, dass man Beiträge berechnet auf den Höchstsatz der Gesetzlichen Krankenversicherung (für 2018: 4.425,00 € pro Monat) und die beiden Beitragssätze der Krankenversicherung (2018: allg. Satz 14,6 %) und der Pflegeversicherung (2018: 2,55 %) zuzüglich eines Säumniszuschlages nachzahlen muss. Wobei auch für den Zeitraum und die Höhe Grenzen gelten. So ist der 1. Monat “frei”, der 2. bis 6. Monat werden voll angerechnet und für die Monate 7 bis 60 werden 1/6 des nichtgezahlten Beitrages fällig.

Vereinfacht ausgedrückt: Als Ausgangsgröße kann durchaus ein monatlicher Betrag von über 750,00 € zusammen kommen. Dieser wird dann für 5 Monate voll angerechnet und für 4,5 Jahre mit 1/6. Somit kann alleine die Nachzahlung über 10.000,00 € betragen. Dabei sind die Säumiszuschläge, sowie die aktuellen Beiträge noch nicht berücksichtigt.

Welche Kündigungsfrist habe ich in der GKV?

Sie wollen Ihre bestehende Krankenversicherung kündigen und zu einer anderen wechseln? Dann beachten Sie die Kündigungsfristen. Diese sind der Rest des aktuellen Monats plus zwei weitere Monate. Anders ausgedrückt: Zum Ablauf des übernächsten Monats.

Wo bzw. wie sind meine Kinder krankenversichert?

Wenn Sie beide versicherungspflichtige Arbeitnehmer sind, dann sind die Kinder in der Regel beitragsfrei über die Familienversicherung mitversichert.

Wenn einer von Ihnen in der Privaten Krankenversicherung, der andere in der Gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, stellt sich die Frage, wie das Kind versichert werden kann. Grundsätzlich ist es so, dass Ihr Kind keinen Anspruch auf Familienversicherung hat, wenn der privat versicherte Partner ein Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2018: 4.950,00 € mtl. Brutto) hat und regelmäßig ein höheres Einkommen erzielt als der gesetzlich versicherte Partner. Verdient der gesetzlich versicherte Partner mehr, oder fällt das Einkommen des privat Versicherten unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze, kann Ihr Kind wieder in die Familienversicherung der Gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen werden. Ansonsten besteht die Möglichkeit, das Kind entweder bei der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung zu versichern.

In der Privaten Krankenversicherung wiederum wird für jedes Kind ein eigener Beitrag fällig, dessen Höhe je nach gewählter Versicherungsleistung variiert. Damit ein Kind in der Privaten Krankenversicherung versichert werden kann, muss mindestens ein Elternteil ebenfalls in der Privaten sein. Sind beide Elternteile privat versichert, besteht keine Möglichkeit das Kind in der Gesetzlichen Krankenversicherung abzusichern.

Wie viel kostet die GKV für Studenten?

Studenten an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen müssen sich selbst krankenversichern, wenn sie nicht mehr über die Eltern beitragsfrei mitversichert sind (was nur bis zum vollendeten 25. Lebensjahr und bei einem regelmäßigen monatlichen Einkommen von maximal 395 Euro möglich ist). Die Versicherung in der studentischen Krankenversicherung, deren Beiträge niedriger als die “normalen” Beiträge sind, ist maximal bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres oder des 14. Fachsemesters möglich. Unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. Pflege von Angehörigen, eigene Krankheit o.ä.) ist eine Verlängerung dieser Grenzen möglich. Wer länger studiert, muss sich ansonsten freiwillig gesetzlich oder aber privat versichern.

Durch die Einführung kassenindividueller Zusatzbeiträge zum 01.01.2015 hat sich auch die Berechnung der Studentenbeiträge verändert, so dass nun auch der Studentenbeitrag nicht mehr einheitlich ist, sondern sich von Kasse zu Kasse unterscheidet.

Bemessungsgrundlage für die Beiträge der studentischen Krankenversicherung ist der Betrag, der nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) für Studenten festgesetzt ist, die nicht bei ihren Eltern leben (BAföG-Bedarfssatz). Er dient aber als Bemessungsgrundlage für alle Studenten (auch die, die noch bei ihren Eltern leben) und beträgt derzeit 649,00 Euro.
Auf diesen Betrag werden 70 % des allgemeinen gesetzlichen Beitragssatzes (derzeit 14,6 %) als studentischer Beitrag erhoben, d.h. aktuell 10,22 % (=14.6 x 0,7). Dazu kommt dann ggf. noch der kassenindividuelle Zusatzbeitrag, der von den Studierenden alleine zu tragen ist.

Pflegeversicherung: Zusätzlich zur eigentlichen Krankenversicherung ist auch ein eigener Beitrag zur Pflegeversicherung zu bezahlen. Dieser wurde zum 01.01.2015 um 0,3 Prozentpunkte angehoben und beträgt nun 2,55 % bzw. (bei Kinderlosen ab 23 Jahre) 2,80 %. Hier fallen daher für Studenten monatlich 16,55 Euro bzw. 18,17 Euro an Beiträgen an.

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